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NFC – Ein Standard bietet neue Möglichkeiten der bargeldlosen Bezahlung
Die Entwicklung der EC- und Kreditkarte sind Meilensteine in der Geschichte des bargeldlosen Konsums. Die Near-Field-Communication-Technologie (NFC) hat das Potenzial, das Bezahlen ohne Portemonnaie weiter voranzutreiben und Smartphones in Bezahlsysteme zu verwandeln.

Das Verfahren ermöglicht eine sichere und kontaktlose Übertragung von Daten zwischen Mobiltelefon und Terminal. Für ausreichend ausgestattete Konsumenten-Hardware dürfte in den kommenden Jahren gesorgt sein: Nokia will ab diesem Jahr alle Smartphones mit NFC-Komponenten ausrüsten und auch Blackberry-Produzent RIM hat entsprechende Pläne. Apple hält sich noch bedeckt, Gerüchte über die Ausstattung des iPhone 5 mit NFC-Chips kursieren jedoch bereits. Angesichts des harten Wettbewerbs auf dem Smartphone-Markt kann kaum ein Hersteller die Möglichkeiten der neuen Technik ignorieren. Auch benutzerfreundliche und sichere Apps werden dann ganz automatisch folgen.

Die Aufrüstung von Mobiltelefonen ist jedoch nur ein Element, das für den Durchbruch notwendig ist: Nur wenn Banken im Zusammenspiel mit den Payment-Anbietern die erforderliche Infrastruktur ausbauen und vermarkten, erhält die Technologie den nötigen Aufwind. Vor Kurzem wurden Meldungen über eine Kooperation laut, die diese Entwicklung maßgeblich vorantreiben könnte: Wie das Wall Street Journal berichtete, haben Mastercard, Citibank und Google ein Abkommen geschlossen, um das Thema gemeinsam zu forcieren. Schon jetzt stattet Google tausende Geschäfte, Cafés und Restaurants in New York und San Francisco mit der NFC-Technik aus. Das Projekt unter der Schirmherrschaft dieser Branchengrößen könnte eine Signalwirkung haben, die dem NFC-Standard die notwendige Bedeutung verschafft.

In Deutschland stellen sich Unternehmen ebenfalls auf den Trend ein und rüsten sich für das bargeldlose Bezahlen per Mobiltelefon: Die REWE-Gruppe, der zweitgrößte Lebensmittel- händler des Landes, experimentiert in NFC-Piloten mit der Technologie, um den Service frühzeitig anbieten zu können. Experten gehen davon aus, dass deutschlandweit bis zum Jahr 2014 ein Volumen von mehr als sieben Milliarden Euro über das Smartphone abgewickelt wird.

Während in den USA und hierzulande mit Hochdruck daran gearbeitet wird, den Weg für NFC zu bereiten, denken IT-Pioniere schon über ganz andere Einsatzmöglichkeiten nach. So könnte das System gerade in Entwicklungsländern eine attraktive Möglichkeit zur Transaktionsabwicklung darstellen. Dort ist es oft nur über das Mobilfunknetz möglich, Geldgeschäfte sicher und über große Entfernungen abzuwickeln.
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