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Mobile Publishing für Groß und Klein
Kein Geraschel, kein Schleppen, kein Kampf mit unhandlichen Formaten: In der Welt der mobilen Geräte ist es komfortabel geworden, Zeitungen und gar Bücher bequem auf dem Tablet-PC zu lesen. Doch die Programmierung mobiler Seiten in die Form von Apps war bislang teuer und aufwendig, da jede App für jede mobile Plattform extra programmiert werden musste. Das ändert sich nun grundlegend. Seit kurzem bietet die Deutsche Post das Publishing Service-Konzept „ContentConverter“ an, das redaktionelle Inhalte auf automatisierte Weise in mobil-gerechte Formate transformiert. „Unabhängig davon, ob es sich um Smartphones oder Tablet-PCs auf der Apple- oder Android-Plattform handelt – die Anpassung von Inhaltsseiten an mobile Endgeräte ist eine komplexe Aufgabe, die wir mit dem ContentConverter gelöst haben“, bekräftigt Lutz Glandt, Mitglied des Bereichsvorstandes BRIEF Deutschland im Konzern Deutsche Post, DHL und verantwortlich für den Bereich Presse Services.

Der Bereich entwickelte das neue Geschäftsmodell mit Unterstützung der Mobile-Experten von GFT, die anschließend die technische Lösung realisierten: einen ContentConverter für die Übertragung von Print-Produkten auf mobile Endgeräte. „Mit dem ContentConverter ist etwas gelungen, das bisher unmöglich erschien“, betont Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender der GFT Technologies AG. „Wir haben einen Automatismus geschaffen, der das Layout einer Printversion schnell und einfach optimal an das jeweilige Endgerät anpasst und gleichzeitig eine komfortable Bezahllösung integriert.“

Am ersten Dezemberwochenende dieses Jahres ging der ContentConverter live. Seitdem stellt der vorwärts Verlag aus Berlin seinen Lesern Inhalte auch als App zur Verfügung. Dem ging ein Prozess voraus, der sich zwar von Verlag zu Verlag unterscheidet – je nach Redaktionssystem und IT-Ausstattung – aber immer das gleiche Ergebnis bringt: eine App, die die Zeitschrifteninhalte in gewohnt komfortabler Weise mobil wiedergibt.

Ist der Service über einen sogenannten Aufschaltprozess beim Verlag eingerichtet, sind es nur wenige Schritte bis zur App. Der Postdienstleister übernimmt die Daten aus dem Verlag auf einen Server in sein Rechenzentrum. Dort wandelt der ContentConverter die Inhaltsinformationen in mobile Seiten um – im Design des Titels und im Look and Feel der jeweiligen Nutzerführung – und gibt die App anschließend für die mobile Nutzung frei.

Hinter dem einfachen Ablauf steckt die Idee, den Prozess der Layout- und Design- konvertierung mit Hilfe von Regeln sowie Styles und Templates so zu standardisieren, dass er automatisch abläuft. Dabei lag die Herausforderung für die Entwickler darin, jede Form der Inhaltsausgabe auf einem mobilen Endgerät abzudecken, unabhängig davon, ob der Nutzer seine App auf einem Smartphone oder Tablet-PC hat, welche Schriftgröße er einstellt oder welches Format er wählt.

Zusätzlich zum Smart Layout haben unsere Experten Funktionen entwickelt, die das mobile Inhaltsangebot eines Verlags sogar noch attraktiver gegenüber den Printversionen machen: So können in die App beispielsweise Multimedia-Inhalte wie 360 °-Panoramabilder oder Fotogalerien eingebunden werden. Auch die Integration von Social Media-Funktionen, wie Kommentare oder spezifische Suchaufträge, soll künftig möglich sein. Für die Zukunft geplant sind zudem ausgefallene mobile Anzeigenlösungen und ein übergreifendes App Store-Modell, das die Chance bietet, die Zeitschriften- oder Newsletter-Apps aus verschiedenen Stores abzurufen.
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