Mobile Bezahlverfahren weltweit auf dem Vormarsch

Internationale Marktanalyse zum Mobile Payment:
 

Mobile Bezahlverfahren sind weltweit auf dem Vormarsch
 

  • GFT analysiert Schlüsselmärkte in Europa, Asien und Amerika
  • Branchenfremde Grosskonzerne und Startups sind mit disruptiven Konzepten erfolgreich
  • Vielfältige Chancen und Herausforderungen für den Finanzsektor

Zürich, 11. Oktober 2016 – Das aktuelle Whitepaper der GFT zeigt die weltweit dynamische Entwicklung von Mobile Payment und gibt wichtige Empfehlungen für den Finanzsektor. 

Mobile-Payment-Lösungen setzen sich international immer stärker durch. Als Vorreiter gelten die Region Asien/Pazifik und der afrikanische Raum. Dort besitzt kaum ein Einwohner ein klassisches Bankkonto. In Europa gelten vor allem Grossbritannien sowie Spanien und Italien als Treiber, während es in Deutschland noch Optimierungsbedarf im Handel und Vorbehalte bei den Konsumenten gibt. Das aktuelle Whitepaper „Mobile Payment 2016: Aktuelle Marktanalyse, Auswirkungen und Empfehlungen für den Bankensektor“ gewährleistet einen umfassenden Überblick zur Entwicklung in acht wichtigen Schlüsselmärkten: Schweiz, Deutschland, Spanien, Italien, Grossbritannien, USA, Brasilien und China. Aufschlussreich ist zudem der Vergleich mit der Analyse von 2012, in der sich GFT bereits vor vier Jahren mit dem Trend zum Mobile Payment intensiv befasst hat. Wie hat sich der Markt nun entwickelt – und wo besteht akuter Handlungsbedarf für den Bankensektor? Die neue Analyse liefert klare Antworten.

„Die Zukunft des Zahlungsverkehrs bestimmen Lösungen, die einfach und universell einsetzbar sind – bei möglichst niedrigen Kosten“, erklärt Daniel Rutishauser, einer der Geschäftsführer der GFT Schweiz AG. In vielen Ländern drängen neue Unternehmen in den Markt, die nicht aus dem traditionellen Finanzumfeld stammen: zum einen Smartphone-Hersteller, die ihre Kontrolle über ein mobiles Betriebssystem mit disruptiven Geschäftsideen verbinden; zum anderen mächtige Internetkonzerne aus den USA und zunehmend auch aus China, die sich bei einer Mobile Wallet vor allem für die Monetarisierung der Kundendaten interessieren. „Ein weiterer neuer Wettbewerber für den bislang von Banken dominierten Zahlungsverkehr sind FinTech-Startups“, so Rutishauser weiter.
 

Schweiz: gemeinsame Mobile-Payment-Plattform

In der Schweiz gibt es inzwischen mehr Mobiltelefone (rund zwölf Millionen) als Einwohner (8,3 Millionen). Der Anteil an internetfähigen Smartphones ist ebenfalls hoch (etwa 70 Prozent). Wie im Nachbarland Deutschland hat bisher kein Mobile-Payment-Anbieter eine beherrschende Markstellung, aber PayPal liegt mit seiner Mobile-App in der Kundengunst vorn.

Mittlerweile haben sich die fünf grössten Banken des Landes (Credit Suisse, PostFinance, Raiffeisen, UBS und ZKB), der Finanzinfrastrukturdienstleister SIX, die Händler Coop und Migros sowie der Mobilfunk-Carrier Swisscom auf eine gemeinsame Mobile-Payment-Plattform verständigt. „Die Marktteilnehmer können auf eine kundenfreundliche Lösung mit verschiedenen Mehrwertdiensten hoffen“, so Rutishauser.

Der europäische Markt wird eine weitere Dynamik durch die Einführung von Instant-Payment-Diensten erfahren. Schon 2018 sollen in der Euro-Zone Zahlungen in Echtzeit möglich sein – und zwar zwischen Unternehmen und Einzelpersonen (B2P). Die gesetzlichen Vorgaben, mit denen die Europäische Union mehr Wettbewerb und Sicherheit in den Mobile-Payment-Markt bringen will, bedeuten zusätzlichen Druck für die Kreditinstitute: Mit der Umsetzung der Europäischen Richtlinie für Zahlungsdienste PSD2 werden sie gezwungen, Drittanbietern freien Zugang zu den von ihnen geführten Konten zu gewähren.

Aus den aggregierten Erkenntnissen der Marktanalyse hat GFT für den Finanzsektor zahlreiche Empfehlungen zu Geschäftsmodellen, Einstiegschancen und möglichen Kooperationsmodellen abgeleitet. „Der Fokus muss klar auf dem Nutzererlebnis liegen. Die richtige Kundenansprache ist ein zentraler Schlüssel um mobile Bezahldienste zu etablieren. Gerade das Nutzererlebnis macht hier den Unterschied zwischen einem Markterfolg und einem Scheitern – somit nicht zuletzt zwischen Kundentreue und -verlust“, bringt es Rutishauser auf den Punkt. Zudem bietet das Whitepaper wertvolle Einschätzungen über die voraussichtliche Entwicklung des mobilen Zahlungsverkehrs in den nächsten Jahren.

Die Zukunft des Zahlungsverkehrs bestimmen Lösungen, die einfach und universell einsetzbar sind – bei möglichst niedrigen Kosten. Ein weiterer neuer Wettbewerber für den bislang von Banken dominierten Zahlungsverkehr sind FinTech-Startups. Daniel Rutishauser Managing Director GFT Schweiz

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