Dank dieser ersten landesweiten e-Government-Lösung können die Daten einfacher und schneller bearbeitet werden, was die Eidgenössische Steuerverwaltung, die zuvor für die Bewertung in vielen Kantonen zuständig war, deutlich entlastet. Die Steuerverwaltungen benötigen die Daten für die Veranlagung der Vermögenssteuern sowie zur Bestimmung der Einkommensbesteuerung und der Berechnung des Verrechnungssteuer-Rückerstattungsanspruches.
„Was bis vor wenigen Jahren häufig mit hohem personellen Aufwand verbunden war, geschieht heute auf Knopfdruck“, so Stephan Stauber, Leiter der Kantonalen Steuerverwaltung in Basel-Stadt. „Mit Einführung der WVK, welche die GFT Technologies (Schweiz) AG realisiert hat, stehen nun alle Steuerwerte – sowohl von kotierten als auch von nicht kotierten Unternehmen – zentral für alle Kantone für die Veranlagungsarbeit bereit. Am 01. Januar 2008 waren 1'857’374 Steuerwerte für kotierte Unternehmen importiert und weitere 687’708 Steuerwerte für nicht kotierte Unternehmen im WVK freigegeben.“
Die WVK ist ein Gemeinschaftsprojekt aller Schweizer Kantone und der Eidgenössischen Steuerverwaltung mit dem Ziel, bei der Besteuerung von Wertschriftenverzeichnissen einheitlich vorzugehen. Die Goverment-to-Government (G2G) Lösung von GFT bildet dabei den zentralen harmonisierten Informationskern. Sie wurde von GFT in enger Abstimmung mit einem Konsortium aller Kantonalen Steuerbehörden sowie der Eidgenössischen Steuerverwaltung aktiv mitgestaltet und entwickelt. Dabei wurde die weitreichende Eigenständigkeit der Kantone in jeder Projektphase berücksichtigt. Im Ergebnis entstand eine leistungsstarke Informationsplattform zur Bewertung aller Kapitalgesellschaften.
Die harmonisierte Wertschriftenbewertung von nicht kotierten Unternehmen stand bei der Entwicklung des Moduls für Unternehmensbewertungen im Mittelpunkt. Dabei orientierten sich die Entwickler an einer schweizweit gültigen Wegleitung und berücksichtigten gleichzeitig die kantonalen Besonderheiten. Die Bewertung erfolgt gemäss Wegleitung aufgrund der Bilanz und Erfolgsrechnung der entsprechenden Unternehmen. Mit der aktuellen Version wurde die Anbindung an kantonale Partnersysteme eingeführt, welche die Übernahme der berechnungsrelevanten Daten für die zu bewertende juristische Person zur Verfügung stellen. Durch die definierte XML-Schnittstelle zu den kantonalen Partnersystemen ist es einfach, bestehende Systeme anzubinden.
Im nächsten Schritt wird die WVK um eine entsprechende Schnittstelle für die Veranlagungen von natürlichen Personen erweitert. „Wir konnten durch die enge Zusammenarbeit mit den Steuerbehörden in den vergangenen sechs Jahren ein neues Gebiet im Bereich eGovernment erschliessen. Unser Team verfügt über ein grosses Know-how auf dem Gebiet der Wertschriften und Wertschriftenbewertung von nicht kotierten Unternehmen, das unseren Kunden überzeugte“, erklärt Hansjörg Widmer, Geschäftsführer der GFT Technologies (Schweiz) AG.


















