die Bedürfnisse des Mittelstands angepasste Informationstechnologie (IT) zu stärken. Diese Forderungen formulierte die Arbeitsgruppe 6 „Informations- und Kommunikationstechnologien (IuK) im Mittelstand“ in ihrer Leitthemenbroschüre im Vorfeld des Vierten Nationalen IT-Gipfels der Bundesregierung am 8. Dezember in Stuttgart. Mit ihren Handlungsempfehlungen, die in das neue Regierungs-
programm eingehen sollen, geben die Mitglieder wichtige Impulse zur Stärkung des Innovationsstandortes Deutschland. Hierbei spielt die Informations-
technologie eine bedeutende Rolle: Als Querschnittstechnologie ist sie ein Motor für Innovationen über alle Branchen hinweg.

Einführung der steuerlichen F&E-Förderung

Entwicklung eines High-Tech-Masterplans

Förderung von Innovationsclustern

Stärkung der Innovationskraft im Mittelstand durch IT
„Vor dem Hintergrund einer allmählichen Erholung der Konjunktur werden Innovationen in Produkten und Prozessen zunehmend zum entscheidenden Faktor für das Wachstum von Unternehmen. Dies gilt auch und im Besonderen für den Mittelstand. Mittelständische Unternehmen in Deutschland sind innovativ, dennoch liegt viel Potenzial brach. Hier ist die Politik gefordert, geeignete Rahmenbedingungen für den Mittelstand zu schaffen, damit aus innovativen Ideen wettbewerbsfähige Lösungen werden“, so Karl-Heinz Streibich, Vorstandsvorsitzender der Software AG und Vorsitzender der IT-Gipfel Arbeitsgruppe
„IuK im Mittelstand“.
Die Arbeitsgruppe „IuK im Mittelstand“ formuliert im Vorfeld des 4. Nationalen IT-Gipfels Handlungsempfehlungen an alle beteiligten Akteure: Politik, IT-Industrie und Mittelstand.
Eine große Herausforderung ist nach wie vor die Finanzierung von Innovationen. 60 Prozent der mittelständischen Unternehmen finanzieren ihre Innovationsaktivitäten aus zuvor erwirtschafteten Gewinnen. Eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung (F&E) würde den mittelständischen Unternehmen zusätzliche finanzielle Spielräume eröffnen, so die Mitglieder der Arbeitsgruppe. Innovationsförderung darf sich nicht auf die F&E-Aktivitäten allein konzentrieren, sondern muss alle Bereiche entlang der Wertschöpfungskette eines Unternehmens integrieren. Auch die Förderung von sogenannten Innovationsclustern zum Know-how-Transfer ist notwendig: „Durch die gemeinsame Entwicklung und Anwendung neuer Softwaretechnologien sowie einer daran orientierten Qualifizierung von Fachkräften können große und kleine Unternehmen von Innovationsclustern profitieren. Hierfür ist es jedoch notwendig, dass geeignete IT-Cluster-Strategien definiert und umgesetzt werden“, betont
Dr. Wolfram Jost, Vorstand der IDS Scheer AG.
Darüber hinaus gilt es, so die Mitglieder der Arbeitsgruppe, stärkere Anreize zur Unternehmensgründung zu schaffen und bürokratische Hürden bei der Beschaffung von Beteiligungskapital abzubauen. So wird beispielsweise für Software-Firmen in Deutschland im internationalen Vergleich noch zu wenig Venture-Capital bereitgestellt. Hierzulande fließen nur rund 3 Prozent der gesamten Venture-Capital-Investitionen in die Softwareindustrie, in den USA sind es 25 Prozent.
Die Arbeitsgruppe fordert eine pragmatische, zukunftsorientierte Innovationspolitik. Ein High-Tech-Masterplan soll hierfür klare Wachstumsziele definieren und als Roadmap für die Legislaturperiode dienen.
In ihrer Leitthemenbroschüre gibt die Arbeitsgruppe auch Handlungsempfehlungen für die
IT Industrie und betont deren Bedeutung für einen nachhaltigen Erfolg von Innovationen im Mittelstand. Die Informationstechnologie unterstützt Produkt- und Prozessinnovationen aufgrund ihrer Querschnittskompetenzen entlang aller Branchen. „IT bringt das Neue ins System“, so Ulrich Dietz, Vorstandsvorsitzender der GFT Technologies AG. „Damit der Mittelstand von den Möglichkeiten, die IT bietet, nachhaltig profitieren kann, muss sich die IT-Industrie eingehend mit den Fachprozessen beschäftigen und die aktuellen Herausforderungen des Mittelstands kennen. Mittelständische Unternehmen wiederum sollten offen sein für Neues - für kreative Ideen wie auch für neue Technologien. In vielen Produkten und Prozessen steckt enormes Innovationspotenzial, das häufig unterschätzt wird.“
Die Mitglieder der Arbeitsgruppe haben die Handlungsempfehlungen zu "IuK im Mittelstand" in der offiziellen Leitthemenbroschüre, die im Rahmen des 4. IT-Gipfels der Bundesregierung am 8. Dezember 2009 in Stuttgart offiziell vorgestellt wird, dargelegt.
Software AG (Vorsitz), Roland Berger, BITKOM, BMWi, Dürr AG, Econet AG, Fraunhofer IAO, Fujitsu Technology Solutions GmbH, GFT Technologies AG, Hochschule Darmstadt, IDS Scheer AG Friedrich Sanner GmbH & Co. KG, SAP AG



Ulrich Dietz, CEO
"In vielen Produkten und Prozessen steckt enormes Innovationspotenzial, das häufig unterschätzt wird.“




















