Stuttgart, 29. April 2026 – GFT Technologies stellt eine neue KI-gestützte Lösung für die Automobilproduktion vor, die visuelle Inspektion mit der intelligenten Steuerung von Robotersystemen verbindet. Aufbauend auf der Zusammenarbeit mit Google im Bereich der KI-basierten visuellen Inspektion geht die Technologie nun noch einen Schritt weiter: Sie erkennt fehlerhafte Bauteile nicht nur, sondern entfernt sie auch direkt aus der Produktionslinie. So lassen sich Qualität und Effizienz gleichermaßen steigern.
Zwar setzen viele Hersteller bereits KI in der Qualitätskontrolle ein, doch endet ihr Einsatz häufig bei der reinen Fehlererkennung. Abweichungen werden erkannt, Maßnahmen müssen jedoch weiterhin manuell eingeleitet werden. Das führt zu Verzögerungen und erhöht das Risiko, dass fehlerhafte Teile weiterverarbeitet werden. Gleichzeitig sind die Kosten erheblich: Ein einzelner Fahrzeugrückruf kann mehr als 500 US-Dollar pro Einheit verursachen und sich schnell auf mehrere zehn Millionen summieren. Die Lücke zwischen Erkenntnis und unmittelbarem Handeln zu schließen, ist daher eine zentrale Herausforderung moderner Fertigung.
Genau hier setzt GFT an: Drei aufeinander abgestimmte Robotersysteme kommen entlang der Produktionslinie zum Einsatz, um sicherzustellen, dass Komponenten wie Stoßfänger, Türen oder Rohre präzise gefertigt werden. Der erste Roboter überprüft jedes Bauteil mithilfe einer Kamera – etwa hinsichtlich Positionierung, sichtbarer Mängel sowie der Lesbarkeit und Korrektheit von Etiketten und Seriennummern. Die Kamera ist direkt am Greifer befestigt und kann flexibel bewegt werden, sodass Bauteile aus verschiedenen Perspektiven vollständig erfasst werden. Im nächsten Schritt markiert ein zweiter Roboterarm die als fehlerhaft identifizierten Teile. Der dritte Roboterarm übernimmt anschließend aktiv Aufgaben im Produktionsprozess und reduziert so den Bedarf an manuellen Eingriffen. Dazu zählen unter anderem:
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Entfernen fehlerhafter Teile: Wird ein Defekt erkannt oder vermutet, entfernt der Roboter das betroffene Bauteil aus der Linie und kennzeichnet es für eine manuelle Prüfung. Das reduziert das Risiko, dass fehlerhafte Produkte in den Umlauf gelangen.
Alle erfassten Bilder werden automatisch in der Cloud gespeichert. Sie dienen der Dokumentation, der späteren Auswertung sowie der kontinuierlichen Verbesserung der Systeme. Ergänzend hat GFT einen KI-Agenten in die Ursachenanalyse integriert. Auf Basis der Bilddaten und weiterer Datensätze erkennt dieser nicht nur Fehler, sondern identifiziert auch deren Ursprung. So kann frühzeitig eingegriffen werden, bevor weitere fehlerhafte Teile entstehen. Gemeinsam sorgen Robotik, Agentic AI und Cloud-Technologie für einen effizienten Produktionsablauf bei gleichzeitig hoher Qualität.
Ein großer US-amerikanischer Automobilhersteller setzt die Lösung bereits in seinen Werken ein.
„Automobilhersteller stellen sich seit Jahren dieselbe Frage: Wie bringen wir KI vom Bildschirm auf den Shopfloor? Mit dieser Lösung geben wir darauf eine klare Antwort“, sagt Brandon Speweik, Head of Manufacturing bei GFT. „Wer KI erfolgreich in die Produktion integrieren will, braucht ein tiefes Verständnis sowohl für die Technologie als auch für die Abläufe in der Fertigung. Genau dafür steht GFT seit 35 Jahren und dieser Schritt ist die konsequente Weiterentwicklung.“
Die Markteinführung baut auf mehr als 35 Jahren Erfahrung von GFT in der Zusammenarbeit mit Automobilherstellern wie Ford auf. Das Unternehmen unterstützt seine Kunden dabei, bestehende Systeme zu modernisieren und operative Daten gezielt zu nutzen. Durch die Verbindung von Prozess-Know-how und Expertise in der Integration von KI-Lösungen treibt GFT die Entwicklung von KI über den digitalen Raum hinaus weiter voran.