GFT stellt Smartphone-Geldbörse der nächsten Generation auf der CeBIT vor

GFT stellt Smartphone-Geldbörse der nächsten Generation auf der CeBIT vor

  • Mobile Payment-Lösung von GFT ist in Italien bereits ein Erfolgsmodell 
  • Überweisungen an Einzelpersonen ohne Kontonummer oder Formular
  • Kundennutzen steht beim Digital Banking im Fokus

14 Millionen Bundesbürger können sich laut Hightech-Verband BITKOM vorstellen, beim Einkaufen künftig komplett auf ihre Geldbörse zu verzichten und nur noch mit dem Smartphone zu bezahlen. Eine flächendeckend einsetzbare Mobile-Payment-Lösung lässt in Deutschland aber noch immer auf sich warten – ganz im Gegensatz zu Italien: Dort hat GFT in Kooperation mit dem Zahlungsverkehr-Dienstleister SIA ein neues digitales Portemonnaie (Digital Wallet) mit Namen „Jiffy“ eingeführt, das auch Überweisungen an Einzelpersonen unterstützt. Deutschland-Premiere feiert das Konzept im GFT Digital Banking Lab auf der CeBIT: CODE_n Halle 16, Stand D30.

Stuttgart, 19. Februar 2015 – Paolo hat’s gut. Seit ein paar Wochen besitzt der junge Industriedesigner aus Mailand eine Smartphone-App, die seinen Umgang mit Geld komplett verändert hat. Statt in der Kaffeebar immer nach Münzen für den Espresso zu suchen oder im Supermarkt die Kreditkarte zücken zu müssen, genügt neuerdings ein schneller Griff zum Handy, um zu bezahlen. Das gleiche Bild an Tankstellen oder Verkaufsautomaten mit NFC-Kassenterminal. Und auch beim Onlineshopping hat die Plastikkarte ausgedient: Hier wird der Kunde zum Bezahlen auf die Website des Payment-Dienstes MasterPass geleitet, der die weitere Abwicklung übernimmt.

Seit 2013 arbeitet ein 20-köpfiges GFT Entwicklerteam aus Italien und Spanien an der sogenannten „Digital Wallet“. Im vergangenen Herbst führte dann eine erste italienische Großbank in Zusammenarbeit mit dem Zahlungsverkehr-Dienstleister SIA S.p.A. und GFT die Payment-App „Jiffy“ ein, die schnell an Popularität gewann: „Jiffy“ basiert auf den europaweit einheitlichen Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr, die heute im Euro-Zahlungsverkehrsraum (SEPA) gelten. Die Lösung ist also potenziell für alle SEPA-Banken oder umgerechnet 400 Millionen Kontoinhaber in Europa verfügbar.

Neben der leicht bedienbaren Oberfläche überzeugte die Nutzer auch, wie einfach Überweisungen an Freunde oder Geschäftskollegen nun sind: Ein Klick ins Smartphone-Adressbuch genügt, Kontonummern oder Überweisungsformulare sind Geschichte. Ist der Empfänger bereits „Jiffy“-Nutzer, erscheint neben dem Namen ein Symbol und der gewünschte Betrag wird sofort gutgeschrieben. Andernfalls erhält der Adressat eine Einladungs-SMS und kann sich in wenigen Schritten anmelden.

„Bezahlen mit dem Handy muss und kann so einfach sein wie mit Münzen oder Banknoten“, sagt Bernd-Josef Kohl, Head of Business Consulting bei GFT. Die hochsichere „Jiffy“ Payment-Plattform verknüpft nicht nur den Abgleich der Kunden- und Kontodaten mit der Authentifizierung des Smartphones, sondern beherrscht auch die Kommunikation mit den Schnittstellen der Banken. Dank der ebenfalls von GFT entwickelten plattformübergreifenden Appverse-Technologie unterstützt die „Digital Wallet“ zudem die marktrelevanten Mobilbetriebssysteme Android, iOS und Windows Mobile.
 
In Deutschland bleibt das „Jiffy“ Szenario bis auf Weiteres wohl ein Wunschtraum, weil es dem Finanzsektor noch am vernetzten Denken aus der Kundenperspektive fehle. „Deutsche Banken und Sparkassen basteln derzeit noch an konkurrierenden Konzepten, statt eine schlagkräftige Allianz zu bilden und einen gemeinsamen Standard durchzusetzen. Zudem denken sie meist nur von der Angebotsseite her. Was der Kunde wirklich will, ist derzeit häufig noch Nebensache. Um im Wettbewerb mit FinTechs und Internetkonzernen noch eine Chance zu haben, sollten sie schnellstmöglich die Perspektive wechseln und sich überlegen, wie sie als Partner der Kunden verlorengegangenes Vertrauen zurückgewinnen können“, betont Kohl. So könne man Mobile Payment zum Bestandteil eines Personal Finance Managements machen, das die finanzielle Situation des Kunden ganzheitlich angeht. „Innovation, Service, Sicherheit – das ist der Dreiklang für eine erfolgreiche Zukunft des Bankensektors.“
 
Die GFT Lösungen im Digital Banking Lab im Überblick

GFT Connected Living Room (Vernetztes Wohnzimmer)

Mobile Bezahlverfahren: Peer-to-Peer vom Smartphone an Einzelpersonen bzw. per NFC beim Einkaufen und in der Gastronomie.

Intelligentes Finanzmanagement: Basiert auf einer selbstlernenden Dokumentenerkennungstechnik des GFT Partners Gini, die z.B. das Scannen von Informationen aus gedruckten Formularen via Smartphone und digitalen Dokumenten wie PDFs, Word-Files oder E-Mails möglich macht. Prozesse wie die Bezahlung von Rechnungen, die Weiterverarbeitung und Ablage (Smartphone, Tablet, Banking-App) werden automatisiert angestoßen.

Automatisierte Kontooptimierung: Der Kunde im Mittelpunkt – demonstriert am Beispiel Kontoüberziehungen. Auf Basis von Customer Insight-Lösungen kann die Bank eine mögliche Kontoüberziehung vorhersagen und ihr begegnen, bevor sie entsteht. Durch das automatisierte Angebot eines günstigen Überbrückungskredits oder eines Geldtransfers vom Tagesgeldkonto belegt die Bank Kundenverständnis und betreibt Kundenbindung.

GFT Future Bank Branch (Bankfiliale der Zukunft)

Kontextbasiertes Kontomanagement: Beispiel Kontoeröffnung – automatisierte Identifikation und Begrüßung des Kunden per Smartphone in der Filiale sowie direkte Abfrage der gewünschten Dienstleistung per Push-Mail. Der Kunde erhält Name und Bild des zuständigen Mitarbeiters plus Info zur voraussichtlichen Wartezeit (Smartphone, Smartwatch, Banking-App). Beim Start des Gesprächs verfügt der Berater über alle relevanten Informationen, es kann direkt losgehen

Bezahlen mit dem Handy muss und kann so einfach sein wie mit Münzen oder Banknoten.”
Bernd-Josef Kohl Leiter Business Consulting bei GFT
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