GFT weitet Geschäftsmodell auf Industriekunden aus und passt Prognose für 2017 an

GFT weitet Geschäftsmodell auf Industriekunden aus und passt Prognose für 2017 an

  • GFT startet Industrieoffensive und adressiert neues Kundensegment
  • Investitionen in den Ausbau neuer digitaler Lösungen werden erhöht
  • Prognoseanpassung für das Gesamtjahr 2017: Umsatz auf 415,00 Mio. Euro, EBITDA auf 34,00 Mio. Euro und EBT auf 18,00 Mio. Euro gesenkt

Stuttgart, 24. Oktober 2017 – Vor dem Hintergrund der anhaltenden Volatilität im Finanzsektor gab die Unternehmensführung der GFT Technologies SE (GFT) heute bekannt, ihr bisher auf Banken zugeschnittenes Geschäftsmodell zu erweitern. Zukünftig werden auch Kunden aus dem Industriesektor konsequent adressiert. Erste erfolgreiche Projekte zeigen, dass der Technologiefokus von GFT ideal geeignet ist, Industrieunternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen. In diesem Zusammenhang erhöht das Unternehmen seine Investitionen in den Ausbau neuer Lösungsangebote. Gleichzeitig wirken sich verstärkte Einsparungen zweier Kunden aus dem Bereich Investment Banking im vierten Quartal auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung des GFT Konzerns aus. Infolgedessen senkt GFT die Umsatz- und Ergebnisprognose für 2017.    

Durch die Integration von Finanztransaktionen in die Lieferketten der traditionellen Industrie hat GFT bereits Erfahrungen mit Industriekunden in Deutschland sammeln können. Die Bezahlschnittstellen werden in Zeiten von Industrie 4.0 immer relevanter – hier setzt die erweiterte Geschäftsstrategie an. Benötigt wird hierfür vor allem umfassendes Know-how in den Bereichen Informationstechnologie und Finanzmanagement. Darüber hinaus verfügt GFT über umfassende Kompetenz in Zukunftstechnologien wie Data Analytics, Blockchain, Cloud-Engineering und künstlicher Intelligenz, die für die digitale Transformation von traditionellen Industrieprozessen besonders interessant sind. „GFT hat bereits verschiedene Plattformlösungen bei Banken und Versicherungen erfolgreich implementiert. Der logische Schritt ist nun, diese als Technologiexperte auch für Industrieunternehmen anzubieten“, erklärt Marika Lulay, CEO der GFT Technologies SE.

„Trotz eines wirtschaftlich herausfordernden Jahres, geprägt durch die intensiven Sparmaßnahmen zweier Kunden im Investment Banking, werden wir verstärkt in den Ausbau neuer digitaler Lösungsangebote investieren – insbesondere mit Fokus auf den Industriesektor“, so Lulay weiter. Das Ergebnis wird daher durch Investitionen, ausbleibende Margen aus der reduzierten Umsatzprognose, eine niedrigere Auslastung sowie höher als erwartete Restrukturierungskosten belastet. Vor diesem Hintergrund plant GFT nunmehr, 2017 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) von 34,00 Mio. Euro (bisher 42,00 Mio. Euro) zu erwirtschaften. Die Prognose für das Ergebnis vor Steuern (EBT) verringert sich von 26,00 Mio. Euro auf 18,00 Mio. Euro. Die Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2017 wird um 10,00 Mio. Euro auf 415,00 Mio. Euro (zuvor 425,00 Mio. Euro) gesenkt.

Für das Geschäftsjahr 2018 erwartet GFT eine Stabilisierung des Geschäfts mit den beiden Investment-Banking-Kunden auf dem Niveau des vierten Quartals 2017 und eine weiterhin dynamische Umsatzentwicklung mit digitalen Lösungen für die Finanzbranche sowie erste Umsätze mit Industriekunden. Die Investitionen in den Ausbau des digitalen Lösungsangebots werden dabei im Jahr 2018 weiter gesteigert. Durch den Wegfall von negativen Sondereffekten werden sich das EBITDA im Jahr 2018 auf 39,00 Mio. Euro und das EBT auf 25,00 Mio. Euro erhöhen. Insgesamt rechnet GFT für 2018 mit einem Umsatz von 415,00 Mio. Euro.

Erste Digitalisierungsprojekte mit großen Industriekunden im Raum Stuttgart werden 2017 bereits umgesetzt. „Insbesondere der deutsche Mittelstand leidet unter einem massiven Mangel an IT-Experten. Bei GFT erzielen wir mit unseren internationalen Entwicklungszentren bereits seit vielen Jahren sehr gute Ergebnisse. Unsere rund 1.000 Berater beim Kunden vor Ort arbeiten erfolgreich mit den mittlerweile circa 3.000 Experten in den Nearshore-Standorten in Brasilien, Costa Rica, Mexiko, Polen und Spanien zusammen“, sagt Lulay. Das weltweite Marktpotenzial für IT-Lösungen im Bereich Industrie 4.0 ist enorm. Nach der Prognose des Marktforschungsunternehmens MarketsandMarkets werden die Umsätze mit Industrie-4.0-Lösungen von 2017 bis 2022 pro Jahr im Durchschnitt um 15 Prozent wachsen. „Ich bin davon überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, das Marktpotenzial von Industrie 4.0. konsequent zu nutzen. Mit dem Ökosystem von CODE_n und strategischen Partnerschaften mit Plattformanbietern haben wir gute Voraussetzungen, in diesem Marktumfeld dynamisch zu wachsen. Vor diesem Hintergrund bestätigen wir unsere mittelfristige Prognose“, so Lulay. GFT plant, im Jahr 2022 einen Umsatz in Höhe von 800,00 Mio. Euro bei einer EBITDA-Marge von rund 12 Prozent zu erreichen.


Hinweis: Die Veröffentlichung der endgültigen Ergebnisse der ersten neun Monate 2017 wird wie angekündigt am 9. November 2017 erfolgen.

Trotz eines wirtschaftlich herausfordernden Jahres, geprägt durch die intensiven Sparmaßnahmen zweier Kunden im Investment Banking, werden wir verstärkt in den Ausbau neuer digitaler Lösungsangebote investieren – insbesondere mit Fokus auf den Industriesektor.

Ich bin davon überzeugt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, das Marktpotenzial von Industrie 4.0. konsequent zu nutzen. Mit dem Ökosystem von CODE_n und strategischen Partnerschaften mit Plattformanbietern haben wir gute Voraussetzungen, in diesem Marktumfeld dynamisch zu wachsen. Marika Lulay CEO der GFT Technologies SE

Quote

Presseinformation als PDF

GFT weitet Geschäftsmodell auf Industriekunden aus und passt Prognose für 2017 an

Porträt Marika Lulay (CEO bei GFT)

Pressepräsentation