Start in einer hoch kritischen Umgebung
Die meisten der Systeme, die GFT betreibt, wurden auch von GFT (mit-)entwickelt und implementiert. Begonnen haben die Experten vor vielen Jahren in der herausfordernden und hoch kritischen Umgebung einer großen deutschen Bank. Über die Jahre sind namhafte Kunden aus den Bereichen Banking und Industrie hinzugekommen. Für einen großen Maschinenbauer etwa betreuen die GFT Spezialisten die zentrale Plattform für Maschinenvernetzung. Sie dient der Remote-Steuerung und -Überwachung von etwa 1.500 Maschinen, deren Verfügbarkeit jederzeit gewährleistet sein muss. Das eingesetzte Monitoring-System zieht aus der Plattform und den Maschinen relevante Daten und ist in der Lage bei Bedarf Alarme auszulösen.
Seit der Übernahme der Firma Axoom, einer Software-Tochter des Maschinenbauers Trumpf, im Juli 2019 ist GFT bei diesem Thema noch einmal deutlich stärker geworden. Axoom war ein Produkthaus mit einem klaren Offering, das die Strategie verfolgte den Betrieb des Produkts beim Hersteller zu belassen. Das so generierte wiederkehrende, langfristige Geschäft ist heute eine wichtige Säule für den Erfolg von GFT. Ein besonderer Vorteil ist dabei die Möglichkeit der Shared Services, beispielsweise in Zusammenarbeit mit den Nearshore-Kompetenzzentren in Spanien oder Polen. So kommen zu finanziell attraktiven Konditionen Spezialisten aus verschiedenen Bereichen zusammen, die je nach Problemstellung beim Kunden in unterschiedlichen Kombinationen, aber stets nach skalierbaren Prozessen und Standards zusammenarbeiten.
Besondere Nähe zu den Kundensystemen
Wie merkt ein Unternehmen, dass es ein Angebot wie das GFT Application Management braucht? Wenn die Entwickler kaum mehr entwickeln, sondern nur noch mit Bug-Handling und Tickets beschäftigt sind – spätestens dann ist der Moment gekommen, in dem die externen Experten helfen können. Sie sind der nächste Schritt, die Nachfolge nach einem klassischen Entwicklungsprojekt. Der Betrieb mit all seinen Tücken und das Aktuellhalten der Systeme sind eine ganz eigene Disziplin mit eigenen Herausforderungen und Chancen. Nirgendwo sonst ist die Nähe zu den Kundensystemen so groß. Fällt die Problemlösungskompetenz überzeugend aus, entsteht im besten Falle eine langfristige und beständig wachsende Beziehung.
Die klassische gemeinsame Reise geht etwa so: Nach einem ersten Kennenlernen übernehmen die Service-Experten zunächst einen Teilbereich, um ein Gefühl für die Art der Herausforderungen zu bekommen. In einem Assessment, das aus mehreren intensiven Workshops besteht, wird ein „Service Readiness Check“ der Organisation durchgeführt, der die geltenden Standards, die vorhandene Dokumentation, das Release-Management und viele weitere Elemente unter die Lupe nimmt. Außerdem wird in einem zweiten, technischen Teil, das Software-System untersucht, um zu verstehen, wie stabil es bereits läuft. Aus den Ergebnissen leiten sich erste Handlungsfelder ab, die in einer durchschnittlich etwa zweimonatigen Vorbereitungsphase abgearbeitet werden.
Dann folgt die Phase der Transition, in der das zu betreuende Softwaresystem nach und nach übergeben wird. Die Delivery Units überwachen das System am Anfang sehr intensiv; die meisten Kunden bekommen täglich einen Report, mindestens aber wöchentlich. Nach einer Weile kommt der Punkt, an dem praktisch alle Bugs und Störmeldungen mehrfach aufgetreten sind und nur noch systemisch getrackt werden müssen, um Prognosen abgeben, Alarme auslösen und proaktiv eingreifen zu können. Dann ist der Moment erreicht, in dem sich der Kunde nicht mehr um die Probleme seiner laufenden Software kümmern muss, sondern sich entspannt zurücklehnen kann, weil GFT die Gesamtverantwortung übernommen hat.
Erfahren Sie mehr in Teil 2 der Application Management Blogserie.