Banken versprechen sich von Banking-as-a-Platform grosses Potential für die Branche

GFT Expertenbefragung im Retail-Banking:
Banking-as-a-Platform hat grosses Potential für die Branche

  • Internationale GFT Expertenbefragung zeigt Fortschritt der Digitalisierung in der Finanzbranche

  • Veränderte Kundenbedürfnisse als Haupttreiber der digitalen Transformation

  • Schweizer Banken haben Plattformlösungen im Fokus

  • Künstliche Intelligenz bietet grosses Potential

Zürich, 7. November 2017 – Die heute erschienene Neuauflage der Digital Banking Expert Survey von GFT Technologies SE zeigt, dass der „Banking-as-a-Platform“-Ansatz (BaaP) mit einem Open-API-Geschäftsmodell global als relevantes Kriterium zur Gestaltung der digitalen Bank der Zukunft wahrgenommen wird. 94 Prozent aller Befragten bei grossen Bankinstitutionen sehen zudem einen direkten Mehrwert in Lösungen aus dem Bereich Künstliche Intelligenz. Alle befragten Schweizer Banken haben darüber hinaus bereits eine digitale Transformationsstrategie implementiert oder entwickeln sie derzeit. Damit liegen sie deutlich über dem Durchschnitt aller acht befragten Länder (87 Prozent). Als zentrale Herausforderung in allen Ländern wird vor allem die Integration der neuen Technologien in die bestehenden Systeme (59 Prozent) gesehen, dicht gefolgt von Sicherheits- und Datenschutzaspekten (58 Prozent). Haupttreiber des digitalen Wandels dagegen ist, insbesondere für global agierende Banken, der Wunsch, die veränderten Erwartungen ihrer Kunden zu erfüllen.

 

Zentrale Erfolgsfaktoren für die digitale Transformation

Im Mittelpunkt der digitalen Transformation steht laut Studie, bei der 285 Experten von Retailbanken befragt wurden, der zufriedene Kunde. 60 Prozent aller Befragten weltweit geben an, dass es mit Abstand am Wichtigsten sei, die Erwartungen der Kunden zu erfüllen. Die befragten Experten in der Schweiz weisen lediglich der Reduzierung der operativen Kosten eine noch höhere Bedeutung zu. Dritter Erfolgsfaktor ist die Umsatzsteigerung mit neuen Dienstleistungen oder Produkten. „Grosse Banken sind derzeit mit herausfordernden Zeiten konfrontiert. Die Digitalisierung sowie die veränderten Kundenbedürfnisse gefährden das Überleben vieler Finanzinstitute im Privatkundengeschäft. Hier geht es in erster Linie darum, neue Geschäftsmodelle zu etablieren und konsequent die Bedürfnisse der Kunden in den Mittelpunkt der Aktivitäten zu stellen", erklärt Flavio Curti, Managing Director der GFT Schweiz.

 

„Bank-as-a-Platform“-Ansatz spielt wichtige Rolle in der Schweizer Bankenwelt

Der BaaP-Ansatz steht für den Vertrieb eigener Produkte sowie der von Drittanbietern über Open APIs und entsprechende Front-End-Systeme. Ziel ist es, dass Kunden so jederzeit einfach und komfortabel Informationen mit allen Anbietern austauschen können. 87 % der Schweizer Banken beschäftigen sich bereits mit dem Thema BaaP und liegen damit im globalen Vergleich vorn (69 Prozent). Gleichzeitig hat erst knapp die Hälfte der Befragten in der Schweiz ihre BaaP-Strategie definiert, nur 3 Prozent befinden sich bereits in deren Umsetzung.

„Die Schweizer haben bei Banken ein sehr hohes Sicherheitsbedürfnis. Entsprechend sehen sie den Sicherheitsaspekt als grösste Herausforderung beim Thema BaaP. Wenn Banken eine entsprechende Plattform aufbauen wollen, ist ausserdem die Modernisierung ihrer Systeme eine entscheidende Grundlage“, erklärt Flavio Curti. „Wir sind davon überzeugt, dass sich der Schweizer Markt zunehmend Richtung BaaP entwickeln wird und diejenigen Banken, die jetzt auf offene Plattformen setzen, später entscheidende Wettbewerbsvorteile haben werden. Momentan zögern viele Schweizer Institute jedoch noch – vor allem, weil der regulatorische Druck derzeit fehlt und bei den Kunden noch wenig Nachfrage nach entsprechenden Lösungen besteht“, so Curti weiter.

 

Künstliche Intelligenz hat das Potential, die Branche zu revolutionieren

Künstliche Intelligenz wird im Laufe des nächsten Jahrzehnts die Finanzbranche kräftig auf den Kopf stellen. Die Umfrage zeigt, dass insgesamt 83 Prozent aller Befragten hier einen Mehrwert sehen. Brasilien, Grossbritannien und Mexiko sehen dabei mit Abstand die grösste Relevanz im Ländervergleich. In traditionell vorsichtigeren Märkten, wie der Schweiz und Deutschland nehmen hingegen nur wenige Experten Künstliche Intelligenz als strategisch relevant wahr (je 7 Prozent). Dennoch wird beispielsweise robotergestützte Prozessautomatisierung in der Schweiz häufiger eingesetzt (56 Prozent) als im weltweiten Durchschnitt (42 Prozent). Von der Implementierung versprechen sich die Experten in der Schweiz vor allem die Senkung der operativen Kosten (93 Prozent) und ein reduziertes Risiko (63 Prozent).

„Finanzinstitute müssen bei dieser Entwicklung mitspielen, um vor allem jüngere Kunden zu gewinnen und zu behalten. Ein vollautomatisierter Geldverwalter fügt sich nahtlos in digitale Bankangebote ein – das spart auch Kosten. Gleichzeitig sind Banken durch den Einsatz kognitiver Banking-Methoden in der Lage, die umfangreichen Informationen über ihre Kunden besser zu strukturieren und zu analysieren und dadurch ihre Beratungsleistung zu optimieren“, erklärt Curti.

 

Eine digitale Transformationsstrategie ist die Grundlage, um die Bank der Zukunft zu gestalten

Ein beträchtlicher Teil der Banken in allen befragten Ländern verfügt über eine definierte digitale Transformationsstrategie oder entwickelt sie derzeit. 34 Prozent aller Befragten geben an, bereits eine digitale Transformationsstrategie definiert zu haben, weitere 53 Prozent sehen sich in der Entwicklung auf einem guten Weg. Dabei fällt auf: Nahezu alle grossen Institutionen haben eine definierte digitale Transformationsstrategie – kleinere deutlich weniger. Die Schweiz sieht sich hier gemeinsam mit Grossbritannien ganz vorne – alle befragten Institutionen geben an, dass sie ihre digitale Transformationsstrategie definiert haben (27 Prozent) oder in der Entwicklung sind (73 Prozent). Zum Vergleich: In Deutschland befinden sich insgesamt 93 Prozent der befragten Institutionen auf dem Weg zur digitalen Bank der Zukunft, in Spanien 84 und in Italien 67 Prozent.


Über die Digital Banking Expert Survey 2017 der GFT

In Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Frost & Sullivan wurden in diesem Jahr 285 Fachleute kleiner bis grosser Retailbanken zu finanzrelevanten Themen wie die Digitalisierung des Bankensektors, künstliche Intelligenz und „Bank as a Plattform“ befragt. Die Befragung fand 2017 erstmals mittels persönlichen Telefoninterviews statt. Die Befragten halten zumeist Führungspositionen bis hin zum C-Level-Management oder sind Entscheidungsträger aus dem Bankenbusiness und der IT. Die Umfrage konzentriert sich auf acht Länder: Brasilien, Deutschland, Italien, Mexiko, Spanien, die Schweiz, Grossbritannien und die USA.

Eine Infografik steht Ihnen unten zum Download bereit.

Die detaillierten Inhalte der Studie finden Sie hier.

Wir sind davon überzeugt, dass sich der Schweizer Markt zunehmend Richtung BaaP entwickeln wird und diejenigen Banken, die jetzt auf offene Plattformen setzen, später entscheidende Wettbewerbsvorteile haben werden. ”
Flavio Curti Managing Director der GFT Schweiz
Quote

Presseinformation als PDF

Banken versprechen sich von Banking-as-a-Platform grosses Potential für die Branche

Internationale Expertenbefragung zum Digital Banking

Banken versprechen sich von Banking-as-a-Platform grosses Potential für die Branche

Porträt Flavio Curti (Managing Director)

Presseinformation als PDF

Banken versprechen sich von Banking-as-a-Platform grosses Potential für die Branche

Internationale Expertenbefragung zum Digital Banking

Banken versprechen sich von Banking-as-a-Platform grosses Potential für die Branche

Porträt Flavio Curti (Managing Director)