GFT senkt Prognose für 2017 aufgrund rückläufiger Umsätze mit Großkunden im Investmentbanking

GFT senkt Prognose für 2017 aufgrund rückläufiger Umsätze mit Großkunden im Investmentbanking

  • Sparprogramme zweier Großkunden in Großbritannien und Nordamerika führen zu Prognoseanpassung
  • Umsatzprognose für 2017 von 450 Mio. Euro auf 425 Mio. Euro reduziert (2016: 423 Mio. Euro)
  • EBITDA-Prognose von 48,5 Mio. Euro auf 42,0 Mio. Euro reduziert (2016: 46,7 Mio. Euro)
  • 13 Prozent Umsatzwachstum gegenüber Vorjahr bei allen anderen Kunden erwartet

Stuttgart, 10. Juli 2017 – Nach einem erfolgreichen ersten Quartal 2017 belasten rückläufige Umsätze mit zwei Großkunden in Großbritannien und Nordamerika im Bereich Investmentbanking die Geschäftsentwicklung der GFT Technologies SE (GFT). Das Management erwartet für beide Kunden insgesamt 37 Mio. Euro (23 Prozent) weniger Umsatz als ursprünglich für das Gesamtjahr 2017 geplant war. Obwohl die Umsätze mit allen anderen Kunden voraussichtlich um 4 Prozent über der ursprünglichen Prognose für das Jahr 2017 liegen werden, kann das Ausbleiben der geplanten Umsätze mit den zwei Großkunden nicht ausgeglichen werden. Daher beschloss die Unternehmensführung heute, die Umsatzerwartung für das Gesamtjahr 2017 von 450 Mio. Euro auf 425 Mio. Euro zurückzunehmen. Neben den fehlenden operativen Gewinnen aus der reduzierten Umsatzprognose und höheren Sozialabgaben in Brasilien belasten einmalige Sondereffekte aus Restrukturierungsmaßnahmen und aus Währungsschwankungen das Ergebnis. Das Unternehmen plant nunmehr, 2017 ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte (EBITDA) von 42,0 Mio. Euro (zuvor 48,5 Mio. Euro) zu erwirtschaften. Die Prognose für das Ergebnis vor Steuern (EBT) 2017 verringert sich von 35 Mio. Euro auf 26 Mio. Euro, worin auch 2 Mio. Euro aus der Neubewertung immaterieller Vermögenswerte enthalten sind.


Umsatz mit Digitalisierungsprojekten wächst über Plan

Wie erwartet, werden sich die Umsätze aus der Umsetzung regulatorischer Anforderungen leicht rückläufig entwickeln. Hingegen wächst das Geschäft mit digitalen Lösungen dynamisch und übertrifft die Erwartungen. „Wir rechnen mit einem zusätzlichen Wachstum bei allen anderen Kunden im Vergleich zur ursprünglichen Planung 2017. Auf der Agenda unserer Kunden stehen in diesem Jahr insbesondere Themen wie ‘Banking as a Platform‘, die Einführung von Cloud-Lösungen und vielfältige IT-Optimierungen“, so Marika Lulay, CEO der GFT.

Die Ende 2016 angestoßenen Maßnahmen zur Anpassung und Neuausrichtung der Vertriebsorganisation in Großbritannien und Nordamerika zeigen bereits erste Erfolge. So wurde in Nordamerika eine große Retailbank als neuer Kunde gewonnen, bei der GFT ein strategisches Digitalisierungsprogramm umsetzt. „Mit Blockchain, Cloud-Migration, künstlicher Intelligenz und Industrie 4.0 erweitern wir unser Portfolio neben den bestehenden Angeboten um neue Services. Damit ist der Grundstein für weiteres nachhaltiges Wachstum gelegt“, erklärt Lulay. Der IT-Dienstleister stellt dadurch seine Geschäftstätigkeit auf eine breitere Basis und kann so die Kundenstruktur weiter verbessern.

 

Mittelfristige Prognose ebenfalls angepasst

Da die Neuausrichtung der beiden Großkunden voraussichtlich bis in das Jahr 2018 hineinreichen wird und GFT von wieder anziehenden Umsätzen mit diesen beiden Finanzinstituten erst im Jahr 2019 ausgeht, passt das Management die mittelfristige Prognose ebenfalls an. GFT plant daher, den Umsatz von 800 Mio. Euro bei einer EBITDA-Marge von 12 Prozent im Jahr 2022 (bisher 2020) zu erreichen.

„Der temporäre Umsatzrückgang mit unseren beiden Großkunden ist aufgrund der Neuausrichtung dieser beiden Finanzinstitute derzeit unvermeidbar. Wir haben unsere Organisationsstrukturen entsprechend angepasst und setzen davon unabhängig unsere Wachstumsstrategie weiterhin konsequent um. Wir werden mit allen anderen Kunden im Retail- und Investmentbanking voraussichtlich um insgesamt 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen. Der Weg ist mit dem erweiterten Technologiefokus, unserem fundierten Finanzwissen sowie der neu ausgerichteten Vertriebsorganisation geebnet – wir brauchen lediglich etwas mehr Zeit“, so Lulay.

Der temporäre Umsatzrückgang mit unseren beiden Großkunden ist aufgrund der Neuausrichtung dieser beiden Finanzinstitute derzeit unvermeidbar. Wir werden mit allen anderen Kunden im Retail- und Investmentbanking voraussichtlich um insgesamt 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr wachsen.
Marika Lulay CEO der GFT Technologies SE

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